Ich bin, wie Du vermutlich auch an dem merkst, worüber ich hier so schreibe, ein großer Fan des keltischen Jahreskreises. Das Bewusstsein für die Rhythmen der Natur, das Leben im Einklang mit ihnen, ist für mich eine große Bereicherung.
Der keltische Jahreskreis ist aber auch ein sehr breites Feld. Zu jedem Fest gibt es unzählige Informationen. Jedes bringt eigene thematische Schwerpunkte und Rituale mit, mit denen man sich beschäftigen kann. Ich selbst stelle mir deswegen immer wieder die Frage: Wie kann ich das überhaupt leben? Denn bei mir geht es nie nur um die Theorie, sondern immer auch um die Praxis.
Deswegen habe ich diese kleine Anleitung geschrieben, für mich selbst genauso wie für Dich, die oder der das hier liest. Sie soll einfach sein und praktikabel, um den keltischen Jahreskreis wirklich ins eigene Leben hineinzuholen.
Wenn Du Dich erst mit dem keltischen Jahreskreis selbst vertraut machen möchtest - seinem Ursprung, seiner Bedeutung und einem Überblick über alle acht Feste -, findest Du alles Wissenswerte im ausführlichen Artikel:
→ Der keltische Jahreskreis – Ursprung und Bedeutung.
Worum geht es hier?
Der keltische Jahreskreis ist ein Zyklus aus acht Festen, der den Rhythmus der Jahreszeiten nachzeichnet – vier ursprüngliche keltische Mondfeste und vier später ergänzte Sonnenfeste. In diesem Artikel erfährst du:
- Die genauen Termine aller acht Feste für 2026/2027 - inklusive der "Energetischen Beginne" der Mondfeste
- Für jedes Fest einen sinnlichen Ritual-Impuls und eine Reflexionsfrage
- Wie Du Dir die Termine bequem in Deinen Kalender holst - per Download, KI-Prompt oder von Hand
- Links zu den ausführlichen Artikeln, wenn Du tiefer in ein einzelnes Fest eintauchen möchtest
Lesezeit: ca. 15 Minuten
So nutzt Du diese Anleitung für den keltischen Jahreskreis
Der keltische Jahreskreis beginnt mit Samhain, deshalb startet auch diese Timeline dort. Aber ein Kreis hat natürlich keinen echten Anfang: Liest Du das gerade im März oder im Juli, steig einfach direkt beim nächsten Fest ein. Der Zyklus geht einfach weiter, ganz gleich, wo Du gerade beginnst.
Du findest hier alle Termine und genauen Zeiten auf einen Blick - und darüber hinaus einen Weg durch den Jahreskreis, den Du nachspüren kannst: kleine Impulse zu jedem Fest, die Dich einladen, selbst aktiv zu werden. Willst Du tiefer einsteigen, findest Du bei jedem Fest den Link zum ausführlichen Artikel.
Diesen Artikel kannst Du Dir jederzeit wieder anschauen, als Referenz bookmarken oder ausdrucken. Ganz am Ende findest Du eine Kalenderdatei zum Download, und ich zeige Dir zusätzlich, wie Du Dir mit KI oder einer Erinnerungs-App Deinen eigenen kleinen Jahreskreis-Kalender einrichtest - eine Hilfe zur Selbsthilfe, damit die Feste wirklich in Deinem Alltag ankommen.
Die Jahreskreis-Termine 2026 / 2027 im Überblick
Fest | Typ | Beginn (vorheriger Vollmond) | Fest-Datum |
|---|---|---|---|
Samhain | Mondfest | 26. Oktober 2026, 05:11 Uhr - Jägermond | 31. Oktober / 1. November 2026 |
Yule | Sonnenfest - Wintersonnenwende | - | 21. Dezember 2026, 21:50 Uhr |
Imbolc | Mondfest | 22. Januar 2027, 13:17 Uhr - Wolfsmond | 1. / 2. Februar 2027 |
Ostara | Sonnenfest - Frühlings-Tagundnachtgleiche | - | 20. März 2027, 21:24 Uhr |
Beltane | Mondfest | 21. April 2027, 00:27 Uhr - Rosa Mond | 30. April / 1. Mai 2027 |
Litha | Sonnenfest - Sommersonnenwende | - | 21. Juni 2027, 16:10 Uhr |
Lugnasadh | Mondfest | 18. Juli 2027, 17:44 Uhr - Donnermond | 1. August 2027 |
Mabon | Sonnenfest - Herbst-Tagundnachtgleiche | - | 23. September 2027, 08:01 Uhr |
Alle Uhrzeiten im Termin-Überblick sind in MEZ. Quelle der Termine: Sterngucker.de (sehr empfehlenswerte Website für astronomische Themen und Hintergründe).
Bei den Mondfesten ist die Zeitspanne eine Orientierung, kein starres Gesetz: Die Energie eines Festes kündigt sich oft schon mit dem vorherigen Vollmond an und klingt manchmal auch erst nach dem Fest-Datum aus. Die Sonnenfeste dagegen markieren einen exakten Punkt, keine Zeitspanne. Je öfter Du den Jahreskreis bewusst durchlebst, desto feiner wird Dein Gespür dafür, wann ein Fest für Dich persönlich beginnt und endet - auch unabhängig vom Fest-Datum.
Mehr zu Mond- und Sonnenfesten, Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen findest Du im ausführlichen Überblicksartikel.
Für die Genauwissenwoller: Weil der astronomische Moment einer Sonnenwende auf die Minute genau ist und nicht zwangsläufig um Mitternacht liegt, verschiebt sich auch die "längste" bzw. "kürzeste" Nacht leicht. Bei Yule 2026 (21. Dezember, 21:50 Uhr) liegt der Wendepunkt spätabends - die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember ist damit die längste Nacht des Jahres. Bei Litha 2027 liegt der Moment mitten am Nachmittag (21. Juni, 16:10 Uhr) – hier ist die Nacht vom 21. auf den 22. Juni die minimal kürzere der beiden angrenzenden Nächte, und der 21. Juni selbst ist der längste Tag. In der Praxis macht das keinen spürbaren Unterschied, aber vielleicht ist es Dir ja wichtig, das genau zu wissen.
Der Weg beginnt

Der Weg durch den keltischen Jahreskreis - jedes Fest eine eigene kleine Station auf dem Pfad durchs Jahr.
Auch wenn diese Timeline mit Samhain startet - der Übergang beginnt schon vorher. Ab Mabon 2026 spürst Du langsam, wie sich die Energie in Richtung Samhain verschiebt: Die Mabon-Energie klingt ab, die Samhain-Energie baut sich auf. Ab dem vorherigen Vollmond am 26. Oktober 2026 wird das noch spürbarer - die Tage werden kürzer, das Licht verändert sich, die Natur zieht sich immer mehr zurück. Rückzug liegt in der Luft und die Hinwendung nach innen. Es ist kein harter Schnitt, sondern ein Übergang, den Du in der Natur genauso verfolgen kannst wie in Dir selbst.
Samhain - 31. Oktober/ 1. November 2026
Zünde am Abend eine Kerze an, wenn es dunkel wird, und beobachte, wie der Rauch aufsteigt, wenn sie erlischt. Nimm Dir ein paar stille Minuten und denke an jemanden, der nicht mehr da ist – ein Foto, ein Gegenstand, eine Erinnerung reicht. Frag dich: Was darf jetzt auch in mir sterben? Was darf gehen?
→ Mehr Impulse zu Samhain und stimmigen Ritualen: Samhain-Artikel
Samhain öffnet die Schwelle - von hier aus führt der Weg weiter in die dunkelste Zeit des Jahres. Die Energie, die Du hier spürst, trägt sich weiter, auch wenn das Fest selbst vorbei ist bis sich leise und spürbar der nächste Wendepunkt ankündigt.
Yule (Wintersonnenwende) - 21. Dezember 2026, 21:50 Uhr
Von Samhain aus wandert die Dunkelheit weiter, bis sie an der Wintersonnenwende ihren Höhepunkt erreicht. Die längste Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2026 birgt die Hoffnung, dass das Licht immer wieder zurückkehrt. Zünde am Abend eine Kerze an und schreib Dir auf, wofür Du dankbar bist - ein Satz reicht. Geh kurz nach draußen, auch wenn es kalt ist, und spüre, wie still es gerade ist. Schau in den Himmel und würdige die Dunkelheit, die ab jetzt wieder mehr und mehr dem Licht weichen wird.
→ Mehr Impulse zu Yule und den damit verbundenen Rauhnächten: Yule-Artikel
Ab jetzt kippt das Dunkel: Die Tage werden wieder länger, ganz allmählich, kaum merklich. Diese zarte Wendung nimmst Du mit, während sich die Energie langsam in Richtung Imbolc verschiebt.
Imbolc – 1. / 2. Februar 2027
Von Yule aus wächst das Licht weiter, noch kaum merklich, aber spürbar. Imbolc ist wohl das leiseste Fest im Jahreskreis, aber es kündet bereits von neuen, zarten Anfängen - spürbar schon ab dem Vollmond am 22. Januar 2027. Dies ist die Zeit für erste Visionen, die noch in der Dunkelheit geboren werden. Geh nach draußen und such nach den ersten Schneeglöckchen. Zünde eine weiße Kerze an und räume einen kleinen Bereich auf - einen Schreibtisch, eine Schublade, eine Ecke. Beim Aufräumen frag dich: Welche Samen will ich in diesem Jahr säen?
→ Mehr Impulse zu Imbolc und der Kraft der Klarheit: Imbolc-Artikel
Die Natur kündet ab jetzt mehr und mehr vom Neubeginn. Wenn Du aufmerksam bist, nimmst Du die Zeichen wahr. Imbolc ist das erste leise Vorbereiten auf das Neue, das sich zur Tagundnachtgleiche weiter entfalten wird.
Ostara (Frühlings-Tagundnachtgleiche) – 20. März 2027, 21:24 Uhr
Das Licht nimmt jetzt merklich zu - bis sich Tag und Nacht zur Frühlings-Tagundnachtgleiche exakt die Waage halten. Geh nach draußen und schau, wie die Natur mehr und mehr erblüht: Narzissen recken ihre Köpfe in den Himmel, die Sonne gewinnt an Kraft, die Bäume sind von Knospen bedeckt. Dekoriere Dein Heim mit Frühlingsaccessoires oder pflanze etwas Kleines in einen Topf oder in die Erde, und frag Dich: Was darf jetzt Neues entstehen?
→ Mehr Impulse zu Ostara und dem bewussten Neubeginn: Ostara-Artikel
Ab jetzt überwiegt das Licht: Die Tage werden länger, die Nächte kürzer. Es wird heller und wärmer. Du spürst, wie sich die Energie im innen und außen weiter aufbaut, bis sie zu Beltane in voller Blüte steht.
Beltane – 30. April/1. Mai 2027
Das Licht hat nun endgültig das Zepter übernommen. Die Natur schmückt sich in den schönsten Farben. Alles steht in voller Blüte. Beltane ist das Fest des Lebens, des Feuers und der Sinnlichkeit. Es gibt nichts zu tun - jetzt gilt es zu feiern. Die Energie von Lebensfreude und zunehmender Kraft liegt schon vorher in der Luft - ab dem Vollmond am 21. April 2027, der aus gutem Grund "Rosa Mond" heißt. Binde Dir einen kleinen Blumenkranz, oder stell einen Strauß Wildblumen auf - und wenn du magst, entzünde draußen ein kleines Feuer oder eine Kerze. Tanz ein paar Schritte, allein oder mit anderen, und frag Dich: Wo darf es in meinem Leben wieder wild und lebendig sein?
→ Mehr Impulse zu Beltane und der Kraft des Feuers: Beltane-Artikel
Von hier aus wandert die Energie weiter dem Höhepunkt des Jahres entgegen - und in der vollsten Blüte kündigt sich bereits leise der Wendepunkt an: Litha, der längste Tag erwartet Dich.
Litha (Sommersonnenwende) – 21. Juni 2027, 16:10 Uhr
Von Beltane aus wächst das Licht weiter, bis es zur Sommersonnenwende seinen Höhepunkt erreicht - der längste Tag, die kürzeste Nacht. Geh nach draußen und spüre die volle Kraft der Sonne auf Deiner Haut. Sammle ein paar Kräuter oder Blüten, die jetzt in voller Pracht stehen oder betrachte sie einfach - Johanniskraut, Sonnenblumen, was gerade blüht. Frag Dich: Was in mir will jetzt strahlen?
→ Mehr Impulse zu Litha und der Fülle des Sommers: Litha-Artikel
Der längste Tag ist zugleich ein Wendepunkt. Im Zenit des Lichts ist bereits der Weg in die Dunkelheit angelegt: Von hier an werden die Tage wieder kürzer. Die Energie beginnt sich langsam zu verändern. Ganz allmählich ist ein Wandel spürbar vom hellen Gelb in ein satteres Gold und Braun. Und so wirst Du getragen in Richtung Lugnasadh, wo die erste Ernte wartet.
Lugnasadh – 1. August 2027
Von Litha aus wandert die Energie weiter in die Reife: Die erste Ernte ist da. Es ist Zeit zu würdigen, welche Samen aufgegangen sind. Back oder kauf Dir ein frisches Brot, brich es und teile es – mit jemandem oder ganz bewusst mit Dir selbst. Schau Dich um: Was ist in diesem Jahr bei Dir schon gewachsen und reif geworden? Frag Dich: Wofür bin ich gerade dankbar?
→ Mehr Impulse zu Lugnasadh und dem Fest der ersten Ernte: Lugnasadh-Artikel
Was jetzt eingebracht wird, ist noch nicht alles - die zweite Ernte steht noch bevor. Während sich Licht und Wärme allmählich zurückziehen gelangen wir zu Mabon, dem zweiten Moment im Jahr, an dem die Waage erneut in Balance findet.
Mabon (Herbst-Tagundnachtgleiche) - 23. September 2027, 08:01 Uhr
Von Lugnasadh aus reift die zweite Ernte, während Tag und Nacht sich noch einmal die Waage halten - zum letzten Mal in diesem Jahr, bevor die Dunkelheit wieder überwiegt. Schneide einen Apfel quer auf und entdecke den kleinen Stern in seinem Kerngehäuse. Geh durch raschelndes Laub, sammle ein paar bunte Blätter oder Kastanien und stell sie Dir in. Frag Dich: Wo brauche ich mehr Balance? Was darf ich jetzt schon loslassen?
→ Mehr Impulse zu Mabon und dem zweiten Gleichgewicht: Mabon-Artikel
Ab jetzt überwiegt die Dunkelheit wieder. Was Du jetzt in Balance gebracht hast, trägt Dich weiter - bis sich der Kreis schließt und Du erneut an der Schwelle zu Samhain stehst. Der Jahreskreis beginnt von Neuem, aber nie gleich: Jedes Jahr berühren Dich die Feste anders, je nachdem, wo Du gerade stehst.
Dein Jahreskreis im Kalender
Du musst Dir die Termine nicht merken. Hier sind vier Wege, wie Du sie Dir in Deinen Alltag holst - derselbe Ansatz wie beim Rest dieser Anleitung: nimm Dir, was für Dich passt.
Direkt-Download: Die Kalenderdatei
Lade Dir hier alle acht Feste direkt in Deinen Kalender – inklusive der vier "Energetischen Beginn"-Termine der Mondfeste.
Keltischer Jahreskreis - Kalenderdatei herunterladen (.ics)
Ein Klick auf die Datei, und Dein Kalender fragt Dich, ob Du die Termine übernehmen willst.
Tipp: Klappt der Import auf Anhieb nicht (das kommt vor allem beim iPhone manchmal vor) - schick Dir die Datei einfach per Mail an Dich selbst und öffne sie direkt aus der Mail-App heraus. Dann klappt's meistens direkt.
Zum Speichern oder Ausdrucken: Die schöne Liste


Wenn Du es lieber ausgedruckt, aufgehängt oder einfach zum Durchblättern magst:
Keltischer Jahreskreis Übersicht - PDF herunterladen
Alle acht Feste mit Datum, Thema, Ritual und Reflexionsfrage auf einen Blick.
Ein Prompt - für alle, die es lieber selbst mit ihrer KI erstellen
Du arbeitest sowieso schon mit ChatGPT, Claude oder einer anderen KI? Dann kopier Dir einfach den folgenden Prompt - Deine KI trägt Dir die Termine ein, baut Dir eine eigene Liste oder auf Wunsch sogar Dein eigenes PDF, ganz in Deinem Stil.
Prompt:
Ich möchte die acht Feste des keltischen Jahreskreises 2026/2027 in meinem Kalender haben. Mondfeste beginnen bereits mit dem vorherigen Vollmond und tragen ihre Energie über Wochen – trag mir dafür bitte einen eigenen Termin für den "Energetischen Beginn" ein. Sonnenfeste sind astronomisch exakte Momente (Sonnenwenden/Tagundnachtgleichen).Hier die Daten:
Samhain (Mondfest) – Energetischer Beginn: 26.10.2026, 05:11 Uhr (Jägermond) – Fest: 31.10./1.11.2026 Ritual: Zünde am Abend eine Kerze an und beobachte, wie der Rauch aufsteigt, wenn sie erlischt. Denk an jemanden, der nicht mehr da ist. Frage: Was darf jetzt auch in mir sterben?
Yule (Sonnenfest – Wintersonnenwende) – 21.12.2026, 21:50 Uhr Ritual: Zünde eine Kerze an und schreib auf, wofür du dankbar bist. Geh kurz raus, spüre die Stille, würdige die Dunkelheit. Frage: Wo ahne ich Licht? Welche Sehnsucht flüstert?Imbolc (Mondfest) – Energetischer Beginn: 22.1.2027, 13:17 Uhr (Wolfsmond) – Fest: 1./2.2.2027 Ritual: Such nach den ersten Schneeglöckchen. Zünde eine weiße Kerze an, räum einen kleinen Bereich auf. Frage: Welche Samen will ich in diesem Jahr säen?Ostara (Sonnenfest – Frühlings-Tagundnachtgleiche) – 20.3.2027, 21:24 Uhr Ritual: Schau, wie die Natur erblüht. Dekoriere dein Heim oder pflanze etwas Kleines. Frage: Was darf jetzt Neues entstehen?Beltane (Mondfest) – Energetischer Beginn: 21.4.2027, 00:27 Uhr (Rosa Mond) – Fest: 30.4./1.5.2027 Ritual: Binde einen Blumenkranz oder stell Wildblumen auf, entzünde ein kleines Feuer. Frage: Wo darf es wieder wild und lebendig sein?Litha (Sonnenfest – Sommersonnenwende) – 21.6.2027, 16:10 Uhr Ritual: Geh raus, spüre die Sonne, sammle Kräuter oder Blüten. Frage: Was in mir will jetzt strahlen?Lugnasadh (Mondfest) – Energetischer Beginn: 18.7.2027, 17:44 Uhr (Donnermond) – Fest: 1.8.2027 Ritual: Back oder kauf ein Brot, brich und teile es. Frage: Wofür bin ich gerade dankbar?Mabon (Sonnenfest – Herbst-Tagundnachtgleiche) – 23.9.2027, 08:01 Uhr Ritual: Schneide einen Apfel quer auf und entdecke den Stern im Kerngehäuse. Geh durch raschelndes Laub. Frage: Wo brauche ich mehr Balance? Was darf ich loslassen?Bitte erstelle mir daraus eine übersichtliche Liste mit allen 12 Terminen (8 Feste + 4 Energetische Beginne), sortiert chronologisch. Wenn es geht, biete mir danach auch an, die Termine direkt in meinen Kalender einzutragen oder mir eine schön formatierte PDF-Liste daraus zu erstellen.
Von Hand in Deinen Kalender eintragen
Lieber ganz klassisch? Leg für jedes Fest einen Termin an Fest-Datum an (Titel: z. B. "Samhain") und für die Mondfeste zusätzlich einen zweiten, leiseren Termin am Datum des vorherigen Vollmonds ("Energetischer Beginn: Samhain") - trag die Ritual-Idee und die Reflexionsfrage einfach mit in die Notizen ein.
"Arbeiten" mit dem Jahreskreis
Was mir wichtig ist: Diese Anleitung ist keine exakte Vorschrift, sondern eine Orientierung. Der Jahreskreis ist keine To-do-Liste zum Abhaken, kein Fest muss in Perfektion begangen werden. Gerade in unserer Leistungsgesellschaft dürfen wir uns immer wieder erlauben: die Dinge stimmig zu tun - und das heißt auch, dass ein Fest mal völlig an Dir vorbeigeht. Dass Du es vergisst. Dass Dir erst hinterher auffällt: Oh, da war doch Litha - daran habe ich gar nicht gedacht.
Für mich ist die Arbeit mit dem Jahreskreis vor allem ein Hinweis darauf, wo ich gerade in Resonanz gehe. Was wirklich meine Aufmerksamkeit bekommt. Und manchmal ist er auch ein Impuls: Hier darfst Du genauer hinschauen. Es lohnt sich, sich zu fragen, wenn ein Fest so gar nicht bei Dir ankommt: Resoniere ich wirklich nicht damit, oder will ich mich mit den Themen dahinter eigentlich nicht beschäftigen? Auch das darf betrachtet werden.
Aber am Ende musst Du gar nichts. Du kannst auch einfach ein Jahr lang immer wieder Deine Aufmerksamkeit auf Dich selbst und auf die Natur richten - allein das ist schon "den Jahreskreis leben".
Der Weg durch den Jahreskreis
Der Weg durch den Jahreskreis endet nicht wirklich - er geht weiter, Jahr für Jahr.
Und je öfter Du Dich mit dem Jahreskreis beschäftigt, je öfter Du ihn durchschreitest, desto mehr verinnerlichst Du ihn. Er wird zur Routine, zu einem sich wiederholenden Ritual - und irgendwann musst Du gar nicht mehr nachdenken. Du kennst die Daten einfach, und wenn Du es genau wissen willst, gerade bei den Sonnenfesten, schaust Du kurz nach.
Irgendwann achtest Du vor allem auf die Energie: Du spürst, jetzt ist noch Mabon-Energie - und wenn Mabon vorbei ist, beginnst Du von selbst zu schauen, wie sich Samhain ankündigt. Du wirst aufmerksam für den Wechsel von Licht und Dunkelheit und den ewigen Kreislauf, in den Du eingebettet bist.
Das ist ein unglaublicher Reichtum fürs Leben. Der Jahreskreis lädt Dich wirklich ein, Dich immer wieder mit Dir selbst und mit der Natur zu verbinden. Das gibt Deinem Leben sehr viel Halt - und sehr viel Tiefe. Und das ist ein Geschenk.
Wenn Du Dich tiefer mit Dir verbinden und Halt in Dir selbst finden möchtest
- dann begleite ich Dich gern in einer AKASHA Seelenreise. Gemeinsam öffnen wir einen Raum für Vertrauen. Für Klarheit. Für die Verbindung zu Deinem inneren Wissen - jenseits von Kalender und Terminen.
Weiterlesen
Wenn Dich Rituale interessieren, findest Du vielleicht auch die Praxis der Rauhnächte spannend - sie sind ja über Yule, die Wintersonnenwende, mit dem Jahreskreis verbunden. Schau gerne mal in diese Artikel:
- Die Rauhnächte - Nimm dir Zeit für Dich und Deine Träume
- 13-Wünsche-Ritual für die Rauhnächte - So gestaltest du es individuell
Alle Artikel zum Keltischen Jahreskreis und weitere Artikel rund um Seele, Selbst und Wandel findest Du auf meiner → Themenfelder-Seite
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