Mein Monatsrückblick August 2026 – Von Werten, Selbstfindung und Mozart

von Jana Engel // in Rückblicke // 28. Oktober 2026

Aktualisiert: 28. Oktober 2026

Der August war, wenn ich zurückschaue, überraschend ungeplant. Vieles von dem, was am Ende hier im Artikel steht, war gar nicht oder nur ganz weit unten auf meiner To-do-Liste zu finden. Stattdessen ist es aus dem Impuls heraus entstanden. Und genau das ist für mich die eigentliche Erkenntnis dieses Monats: Je weniger ich plane, desto mehr fließt es. Ich merke, wie ich aus diesem Ich-muss-Modus herauskomme, der mich 2025 und auch noch einen Teil von 2026 gefangen gehalten hat - und wieder in ein echtes Fließen finde. Und dieses Fließen zeigt sich eben auch in der Schaffenskraft: Wenn ich jetzt auf den August blicke, bin ich fast selbst überrascht, was da alles zusammengekommen ist.


Der Wert von Werten

Ich hatte ja mal einen eigenen Podcast, und ich schaue mir immer wieder einzelne Folgen und Themen daraus an, um sie zu Blogartikeln weiterzuentwickeln. Im August ist mir dabei die Folge über Werte wieder aufgefallen - und ich wusste sofort, dass ich das aufgreifen wollte. Werte sind für mich ein Kompass im Leben, etwas, an dem man sich ausrichten kann, ohne dass es dogmatisch oder unveränderlich sein muss.

Ich habe zunächst einen allgemeinen Artikel dazu geschrieben und dabei schnell gemerkt, dass er zu lang wird. Also habe ich den Teil darüber, wie man Werte im Alltag leben kann, in einen eigenen Artikel ausgelagert. Demnächst folgt noch ein dritter, der davon handelt, wie man die eigenen Werte überhaupt findet - denn aus meiner Sicht reicht es nicht, sich durch eine Wörterliste zu arbeiten und irgendwas Passendes herauszupicken. Da gehören noch ein paar andere Fragen dazu.

Das übrigens eines der Themen, das nicht auf meiner Liste stand. Es kam einfach - und wollte geschrieben werden.

→ Deine Werte, Dein Kompass - die Bedeutung von Werten in Deinem Leben
→ Wie kannst Du Deine Werte im Alltag leben?

Was ist eigentlich Selbstfindung?

Schon vor längerer Zeit ist mir in einer Diskussion mit KI die Idee gekommen, dass Selbstfindung eigentlich einem gewissen Prozess folgt - und ich wollte darüber schon lange schreiben, auch auf Basis meines eigenen Selbstfindungsprozesses. Als ich mich dem Thema im August wieder genähert habe, habe ich aber gemerkt: Bevor ich über das Wie schreiben kann, muss ich erst einmal klären, was Selbstfindung eigentlich ist. Zumal der Begriff ja auch in meiner eigenen Positionierung steckt.

Also habe ich mich zuerst dieser Grundfrage gewidmet und beschrieben, worum es aus meiner Sicht bei Selbstfindung geht. Das ist der Ausgangspunkt für den nächsten Artikel, in dem es dann um das Wie geht - um den Prozess selbst, der nicht linear verläuft und auch seine Zeit braucht.

→ Was ist Selbstfindung eigentlich?

Was sonst noch los war bei Seelenguide

Ich optimiere ja regelmäßig ältere Blogartikel, und im August war der Mabon-Artikel dran. Das klingt im ersten Moment nach wenig Aufwand, wird dann aber doch meistens mehr - ich lese genauer, merke, was noch nicht rundläuft, und feile länger daran. Mir ist hinterher noch etwas aufgefallen, was mir immer noch nicht gefällt. Das habe ich bewusst vertagt. Aber insgesamt bin ich jetzt zufriedener mit dem Artikel.

→ Der Mabon-Artikel

Außerdem habe ich für eine Kundin eine sehr ausführliche Nachbereitung ihrer Seelenreise geschrieben und dabei wieder an meiner Deutungskompetenz gearbeitet - und auch daran, wie ich das Ganze dokumentiere. Das war aufwändiger als gedacht, aber ein wertvoller Prozess: Er dient nicht nur der Kundin, sondern auch meinem eigenen Erkenntnisgewinn. 

Neues aus dem Denklabor

Im Rahmen des Denklabors - meinem Gesellschafts-Blog - hat mich wieder Verschiedenes rund um den Kontext Israel - Palästina beschäftigt. Das Thema ist nach wie vor wichtig und präsent: der seitens den USA initiierte "Friedensvertrag" ist ja eher ein Seditativ für die Welt und weniger etwas, dass den Palästinenser:innen in ihrer Situation hilft. Das weiß jeder, der sich näher mit dem Thema beschäftigt. Ich habe in dem Zusammhang mein Gaza-Dossier mit den neuesten Zahlen und Erkenntnissen aktualisiert. Es gilt weiter hinzuschauen.

Ich war im Rahmen der jährlichen Frankfurt Palestine Cinema Days auf einem Vortrag von Fabian Goldmann, der Aufklärungsarbeit bezüglich der einseitigen und oft geframten Berichterstattung der deutschen Medien zu Israel & Palästina leistet. Er hat sein neues Buch "Staatsräsonfunk - Deutsche Medien und der Genozid in Gaza" vorgestellt, das ich noch lesen muss.

Außerdem habe ich mir einen Vortrag über die Palestine Film Unit angeschaut. Ja, auch in Palästina gab und gibt es Filmschaffende, Künstler, Kreative - trotz und vielleicht gerade wegen aller Schwierigkeiten.

Im Zusammenhang mit Israel-Palästina ist auch meine aktuelle Lektüre von "Elemente und Ursprung totalitärer Herrschaft" (Hannah Arendt) und "10 Mythen über Israel" (Ilan Pappé) zu verstehen. Keine leichte Kost und nichts, was man mal eben schnell liest, aber notwendig für Verständnis und Einordnung. 

Così fan tutte - Wer weiß das schon

Was hilft bei all den schweren Themen? Mozart! Könnte man sagen.

Im August stand die nächste Oper meines VHS-Kurses auf dem Programm: Così fan tutte. Das heißt so ungefähr: So sind sie, die Frauen. 

Ein amüsantes Verwechslungsspiel untermalt von wirklich wunderbarer Musik. Ich denke, es gibt so Opern, die man jedem ans Herz legen kann, weil sie zugänglich sind und einfach ein Ohrenschmaus. Così fan tutte gehört aus meiner Sicht dazu. 

Dieses Jahr ist immer noch komisch

Okay, die Halbzeit von 2026 ist mehr als rum. Ich weiß nicht, wie es Dir geht, ich finde dieses Jahr immer noch komisch. Irgendwie will es sich nicht einordnen lassen. Ich reise dann mal ratlos in den September weiter. Bis bald. Lass es Dir gut gehen.

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Bildquelle:

Alle Bilder sind Privatfotos von Jana Engel. Titelbild-Collage erstellt mit Canva (Pro Lizenz)

Über den Autor

Jana Engel ist AKASHA Guide und Expertin für Selbstfindung & Selbstführung. Jahrgang 1973, gebürtige Thüringerin.

Sie begleitet Menschen zu sich selbst - symbolisch, archetypisch und geerdet. Damit sie aus dieser Verbindung heraus ihr Leben stimmig gestalten können. Um am Ende sagen zu können: Es war mein Leben. Nicht perfekt - aber wahrhaft meines.

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