Der November-Rückblick saß die ganze Zeit irgendwo in einer Gehirnwindung von mir. Vorm Kamin. Mit einem Buch. Hat aus dem Fenster geschaut. In den Regen. Und wollte partout dort sitzen bleiben.
Jetzt steht er aber doch hier. Zupft mich am Ärmel. Und sagt: „Ich will doch raus.“
Also gut - gegen Rückblicke die geschrieben werden wollen, hat man keine Chance. Hier ist er - mit November Vibes, Rauhnächte-Einstimmung, Booster-Erfahrungen und Positionierungs-Erkenntnissen.
November "Blues"
Ja, ich liebe den November. Samhain am Ersten des Monats lädt zu Innenschau, Loslassen und Ahnenverbindung ein. Die Energie habe ich sogar noch bis zur dritten November-Woche gespürt - diesen Ruf nach innen.
Noch ist alles im Niedergang begriffen. Die Natur bereitet sich auf den Winter vor und zieht sich zurück.
Auch mich hat es wenig ins Außen gezogen oder in die sozialen Medien. Was mir aufgefallen ist: ich habe sehr wenig Fotos gemacht - auch von der Natur. Irgendwie war mein Blick wirklich nach innen gerichtet. Und das ist okay so. Es ist keine Trägheit - sondern Stimmigkeit.

November Vibes in Frankfurt
Im Bann der Rauhnächte - Nach dem Schreiben ist vor dem Optimieren
Im November habe ich neben dem Bloggen neuer Artikel einige Blogartikel intensiv überarbeitet - zum Beispiel meine Blogartikel zu den Rauhnächten und dem 13-Wünsche-Ritual.
Auf der einen Seite ist es natürlich wichtig, neue Gedanken ins Feld zu schreiben. Aber man muss sich ab und zu mal wieder bestehenden Blogartikeln widmen. Mit Abstand fällt einem nämlich auf, was fehlt, ergänzt werden sollte oder unlogisch ist im Aufbau.
Auch wenn KI dabei hilft - mir übrigens auch - ist es dennoch sehr viel Arbeit. Feinschliff ist wirklich anstrengend - und manchmal möchte ich den ganzen Kram einfach in die Ecke werfen.
Doch, es lohnt sich: Leser und die Suchmaschinen belohnen wirklich gute Blogartikel. Und, Dir selbst machen Deine Blogartikel noch mehr Spaß, wenn Du sie so lange nachjustiert hast, bis sie wirklich sitzen. Es ist ein tolles Gefühl, eigene Blogartikel mit Begeisterung zu lesen.
Double Your Blog - oder was kurze Booster so bringen
In den Optimierwahn hat mich unter anderem Judiths Booster-Workshop 'Double Your Blog' getrieben. Ich hatte eh vor, einige Blogartikel zu überarbeiten. Das war der noch fehlende Impuls.
Ich liebe Challenge-Formate, weil sie wirklich motivieren, noch etwas mehr Arbeit reinzustecken. Es war, ehrlich gesagt, neben dem normalen Bloggen einiges an zusätzlichem Aufwand. Weil ich natürlich trotzdem neue Inhalte geschrieben und veröffentlicht habe.
Dennoch, es war jeden Aufwand wert. Neben dem Optimieren habe ich auch noch einmal meinen Fokus auf Sichtbarkeit gelegt. Und mich sehr stark auf Pinterest konzentriert. Ich bin nach wie vor nicht wirklich kompatibel mit Instagram oder Facebook. Pinterest dient mir deutlich mehr.
Ich habe zwar meine Blogzahlen nicht verdoppelt - aber Impressionen und Besucherzahlen sind merklich gestiegen.
'Double Your Blog' gibt es jetzt übrigens als Selbstlernkurs (Herzensempfehlung): Hier mehr erfahren
Pinterest, Pins & das Mysterium des Dranbleibens
Apropos Pinterest. Ich bin dort seit 2024 aktiv und habe wirklich schon sehr viele Pins veröffentlicht. Ja, es ist ein Haufen Arbeit, der sich erst irgendwann auszahlt.
Es ist aber wirklich ideal für Long-Content, weil es wie eine Suchmaschine funktioniert. Letztendlich ist es ein Instagram für Evergreen Content.
Je mehr ich pinne, desto mehr verstehe ich, was funktioniert - und was nicht. Und nein: Es sind nicht die bunten Pins, die herausstechen. Es sind die, die Resonanz erzeugen.
Ich verstehe bis heute nicht vollständig, warum manche Pins performen und andere nicht.
Langsam erreiche ich 1000 Pins - und nach über einem Jahr zeigen sich erste Ergebnisse. Ich glaube aber, dass ich Pinterest erst ab 2000 Pins besser verstehen werde und dass es noch mindestens 1 Jahr braucht, damit verschiedene Pins besser laufen.
Wie bei vielem gilt auch hier: Langer Atem und Dranbleiben sind der Schlüssel!
Claim gefunden - und jetzt wird alles neu sortiert
Noch eine Ausbeute von Judith's 'Double Your Blog'-Kurs aka -Booster war, dass ich endlich meine Positionierung und vor allem meinen Claim neu gesetzt habe.
Mir ging es schon immer um Selbstfindung, innere Führung und selbstbestimmte Lebensgestaltung. Ich habe das aber endlich mal final formuliert.
Vor allem ist mein Claim jetzt stimmig: Geborgen in mir. Es ist die Grundsehnsucht, um die es mir schon immer geht und ging: sich selbst sicher zu bewohnen. Aus diesem Grundgefühl entsteht alles: der eigene Kompass, die richtigen Lebensentscheidungen und individuelle Freiheit.
Mehr zu meinem Claim liest Du in meinem Blogartikel:
Geborgen in mir - die Geschichte hinter meinem Claim
Seit ich mehr Klarheit zu meiner Positionierung und meinem Claim gewonnen habe, ordnet sich vieles - nicht spektakulär, eher im Kleinen. Dass ich jetzt nach all der Zeit verstehe und klarstelle, wofür ich stehe, gibt mir sehr viel Kraft für die Ausrichtung meines Business - so wie es wirklich zu mir passt, so wie ich wirke und wirken will.
Kultur, Kreativität & Leben abseits vom Bildschirm
Ja, das Leben findet nicht vor dem Bildschirm statt. Was ich sonst noch gemacht habe:
- Ich war beim Opernworkshop von Julio Cesare in Egitto - einfach aus Neugier. Und, nein, wir mussten nicht zusammen die ganze Oper inkl. Gesang aufführen. Es war eine Verbindung aus Improtheater, Lockerungsübungen und Gruppenarbeit. Mit Verkleidung - also wir haben jeweils kleine Szenen der Oper dargestellt. Wer wollte, durfte auch singen. Ich fand es sehr lustig - und bereichernd.
Falls Du aus Frankfurt a.M. und Umgebung kommst und Dich das interessiert: Die Opernworkshops werden regelmäßig von Iris Winkler veranstaltet (die auch meinen VHS-Opern-Kurs leitet). Hier erfährst Du mehr dazu (die Workshops findest Du unter Veranstaltungen): Zu Musanna

Einmal der Bösewicht sein - Meine Interpretation des Tolomeo
- Dann war ich auch noch einmal beim Malkurs. Portraitzeichnen und freies Malen standen auf dem Programm. Vor dem Portrait hatte ich wirklich Respekt. Aber, es geht wie meistens beim Zeichnen und Malen nicht darum, das Exakte auszudrücken - sondern die Essenz, eine Interpretation, den Ausdruck. Menschen zeichnen sich oft durch etwas Besonderes aus: Haltung, der Blick, bestimmte Proportionen. Es gilt darum, das einzufangen - und daran wird jemand auch erkennbar. Irgendwie ist mir das dann doch gelungen - wider jede Erwartung.
Was ich im November gebloggt habe
Im November habe ich ziemlich viel gebloggt. Quer Beet zu Business, Gandalf und seiner archetypischen Wandlung ("Der Herr der Ringe" fasziniert mich regelmäßig) und warum es jetzt das Denklabor gibt, in das einige Texte umgezogen sind.
Das Thema sich selbst bewohnen bzw. Heimat in sich finden hat mich schon immer beschäftigt, weil es zu meinem Claim gehört: Geborgen in mir. Hierzu habe ich eine poetische Skizze entworfen und werde in 2026 einen Cornerstone verfassen. In Dir selbst zuhause sein - das ist einfach so etwas Essentielles und Wunderschönes. Darüber muss ich noch ausführlicher schreiben. Auch, wie man wieder zu sich zurück findet.
Hier die Auswahl (der Artikel zum Claim ist oben verlinkt):
- Heimat in mir finden: Was es bedeutet, mich selbst zu bewohnen
- Mein Monatsrückblick Oktober 2025: Zwischen Loslassen, Kunst und neuen Räumen
- Warum einige meiner Texte ein neues Zuhause gefunden haben
- Rauhnächte & Human Design – Wenn Dein Design durch die Nächte fließt
- Ich weiß nicht, was ich will - warum das okay ist (und was hilft)
- Hilfe, die KI hat mein Business verspeist. Was nun?
- Stand your ground: Was uns Gandalf über Widerstand lehrt
Zum Schluss - Wenn die Dinge zum Jahresende (ungeplant) klarer werden
Jetzt zum Jahresende wird endlich vieles klarer. Dazu werde ich mehr in meinem Jahresrückblick schreiben.
Klarheit kannst Du nicht planen - Klarheit passiert. Klarheit passiert, wenn Du einfach weitermachst trotz Unsicherheit und Chaos.
Der Monatsrückblick hat sich wieder mit seinem Buch vor den Kamin verzogen. Und ich gehe weiter in den Dezember. Noch ein paar Schritte durch die Dunkelzeit liegen vor uns bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember, wenn die Tage wieder länger werden.
Die Lichter-Advents-Zeremonie hat am 30. November eröffnet und endet exakt zum 4. Advent am 21. Dezember. Die Rauhnächte stehen vor der Tür ab dem 24. Dezember.
Ich verstehe das alles aber nicht als To Dos - es sind Möglichkeiten für Innenschau, Wahrnehmung von Zyklen und Verbundenheit und Verbindung. Zum Jahresende dürfen die Dinge ruhiger werden.
Dafür ist der Winter da - er breitet sich mit oder ohne Schnee wie eine Decke über uns aus.
Ich nehme die Decke jetzt mal mit und setze mich zum Monatsrückblick vor den Kamin. Hab eine wunderbare Zeit.
Wenn Du verbunden bleiben möchtest - trag Dich gern in meine Seelenguide-Post ein. Das sind kleine Briefe mit Gedanken und Impulsen, die ich zu unterschiedlichen Zeiten aus meinem Raum verschicke.
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Bildquelle:
Alle Bilder sind Privatfotos von Jana Engel. Titelbild-Collage erstellt mit Canva (Pro Lizenz)
