Tja, wie war dieser Februar? "Verhalten" ist wohl das passende Wort. So still wie Imbolc am Anfang des Monats - eine Zeit, zu der das Neue kaum zu erahnen ist.
Ich hatte wirklich wenig Energie, habe wenig geschrieben, war sehr nach innen gekehrt. Diese Zeiten gibt es nun mal auch. Und auch über sie darf geschrieben werden.
Limitierung verursacht keine Jubelschreie
Im Februar hat sich fortgesetzt, was bereits im Januar spürbar war - ich habe weniger Energie. Und wenn ich versucht habe, mich zu pushen - hat mein System direkt blockiert. Ich konnte mich nicht durchpushen - es ging einfach nicht.
Das, was bei mir früher immer funktioniert hat - mich zu zwingen, es trotzdem zu tun. Dieser Mechanismus ist irgendwie kaputt.
Spannend dabei ist: es geht schon etwas - aber nur bestimmte Dinge.
Deshalb ist im Februar dennoch einiges passiert: Nachdenken, Seelenreise-Forschen, AKASHA Cornerstone-Optimierung, Kundenarbeit, innere Klärung. Aber eben nicht so viel, wie ich gern umgesetzt hätte.
Ich komme langsamer voran - und toll finde ich das ehrlich gesagt nicht. Aber, es ist einfach eine Wahrheit, mit der ich umgehen muss. Ich brauche Erholung und viel Zeit für Integration nach diesem anstrengenden letzten Jahr. Mehr Innen, weniger Außen.
So fühlt sich dieses Jahr an - langsamer, tiefer und begrenzter. Und damit gleichzeitig fokussierter.
So nervig Limitierung - in welcher Form auch immer - ist: Sie zeigt eine Richtung. Dorthin, wo Stimmigkeit liegt und wofür die vorhandene Energie wirklich eingesetzt werden soll. Alles andere bleibt liegen. Und vielleicht ist genau das richtig: sich auf das zu konzentrieren, was wirklich ruft.
Was ich im Februar gebloggt habe
Im Februar habe ich entsprechend eher wenig geschrieben - nur 2 Blogartikel. Mich hat, was nicht verwunderlich ist, das Thema Selbstführung beschäftigt. Selbstführung kommt ja gerade dann zum Tragen, wenn es schwierig ist.
Ich habe über vier Werkzeuge der Selbstführung geschrieben. In dem Zusammenhang habe ich mich dann näher mit den Sprachmustern basierend auf Milton Erickson beschäftigt. Die sind wirklich hochwirksam - mein Favorit sind die Weichmacher, die Erlaubnis geben und Druck reduzieren. Die verwende ich momentan oft für mich selbst. Denn, vielleicht darf ich auch einfach mal weniger schreiben.
Schnupper gern mal in die Artikel rein. Ich werde in diesem Themenbereich auch noch mehr schreiben.
Werkzeuge zur Selbstführung - 4 Wege, sich selbst zu halten
Wie Sprache wirkt: 4 Sprachmuster für Selbstführung mit Mini-Übungen
Wenn Kunst schwierige Themen verarbeitet
Mitte Februar stand in meinem Opernkurs "Die Passagierin" von Mieczysław Weinberg auf dem Programm. Ich kannte diese Oper vorher nicht, und mir ist erst in der Vorbesprechung klar geworden, welch schweres Thema sie aufgreift: die NS-Zeit. Täterschaft, Gefangenschaft im Lager, Menschsein und Menschlichkeit unter diesen Umständen. Ja, so etwas anzuschauen macht etwas mit Dir. Ich musste zwischendurch weinen. Das Publikum war insgesamt stiller als sonst. Ich glaube, wir alle haben uns kaum getraut zu klatschen.
Ich denke, für genau so etwas ist Kunst da: das Unfassbare irgendwie begreiflich zu machen und auch dorthin zu schauen, wo die Schatten lauern. Um uns zu berühren - und uns immer wieder aufzufordern hinzusehen.
Der Frühling naht ganz leise

Die Schneeglöckchen werden immer mehr - und künden vom nahenden Frühling.
Ja, es hat sich alles noch sehr nach Winter angefühlt im Februar. Aber die Frühblüher übernehmen langsam das Zepter. Mehr und mehr Schneeglöckchen stecken ihre weißen Köpfe aus der Erde und erblühen großflächig in ganzen Büscheln. Eine Verheißung auf wärmere Zeiten und das Neue.
Ich freue mich schon auf den März, der uns hoffentlich mehr Sonne bringt. Was er mir bringt? Mal sehen - ich mache momentan lieber keine Pläne. Ich lasse mich überraschen.
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Alle Bilder sind Privatfotos von Jana Engel. Titelbild-Collage erstellt mit Canva (Pro Lizenz)
