Ursprünglich wollte ich mir für 2026 wieder ein Motto setzen. Als ich darüber schreiben wollte, merkte ich: Ich will kein Motto für dieses Jahr.
Ich brauche nichts, das mich motiviert Ganz im Gegenteil.
Also entschied ich, mich von einem Nordstern leiten zu lassen. Als ich dann anfing darüber nachzudenken, wie ich den wohl umsetzen könnte, wurde mir klar:
Einen Plan will ich auch nicht.
Und so ist das mit mir in 2026:
Keine Ziele. Kein Plan. Kein Versuch, Kontrolle zu erlangen.
Ich werde 2026 im Vertrauen gehen.
Ich habe in den letzten Jahren - und vor allem in 2025 (siehe mein Jahresrückblick) - wahnsinnig viel gearbeitet.
Hat es mir gedient? Durchaus.
Ist es Zeit für etwas anderes? Definitiv.
Wie ich in meinem Blogartikel über den Abschluss von Zyklen geschrieben habe:
Ich bin nach vielen Jahren bei mir angekommen. Ganz unerwartet. Damit geht einher, dass ich weniger will - und weniger brauche.
Was ich will: durch 2026 fließen und aus mir schöpfen.
Was ich mir in diesem Jahr deshalb gebe, sind keine Vorsätze, sondern Erlaubnisse und Freiraum. In diesem Blogartikel erzähle ich Dir mehr davon.
Keine Ziele - Nur ein Nordstern ohne Plan
Ich habe mir in den letzten Jahren Ziele gesetzt - manche erreicht, manche nicht. Oft haben mich Ziele unter Druck gesetzt oder in ein Korsett geschnürt. Ziele sind fast immer mit Erwartungen gekoppelt.
Und, ehrlich gesagt:
das Leben hält sich selten an das, was wir uns im Kopf ausdenken.
Interessanterweise erreicht man Ziele oft genau dann, wenn man sie loslässt. Entweder setzt man sie dann trotzdem um - oder eben nicht. Daran merkt man, ob sie wirklich stimmig sind.
Diese Haltung liegt auch der Sedona-Methode zugrunde, von der ich ein großer Fan bin. (Hier habe ich darüber geschrieben: Zum Sedona-Artikel.)
Ich werde mich in diesem Jahr von meinem Nordstern leiten lassen:
Verbundenheit mit mir leben und Verbindung mit anderen pflegen.
Ich werde nicht planen, wie ich das genau erreiche. Dieser Nordstern ist in mir verankert - ich spüre, ob ich ihn lebe oder nicht.
Und interessanterweise weiß ich schon jetzt:
Gerade deshalb wird sich dieses Jahr sehr im Einklang mit mir vollziehen.
Keine Ziele. Kein Plan. Einfach gehen - und verbunden sein.
Die Erlaubnis, weniger zu tun
Ich habe schon immer viel gearbeitet. Arbeiten fällt mir leicht. Gerade an meinem Business zu arbeiten, macht mir wirklich Spaß.
Aber - ja, jetzt kommt das Aber:
Ich habe die Tendenz, es mit dem Arbeiten zu übertreiben.
Ich kann mich stundenlang hochfokussiert an eine Aufgabe setzen - während die Zeit vergeht und ich kein Ende finde. Manchmal pushe ich mich durch etwas hindurch, weil ich unbedingt fertig werden will.
Mein aktueller Tennisellenbogen lässt grüßen.
Mit meinen tausend Ideen und all den Dingen, die ich machen will, werde ich gefühlt ohnehin nie fertig. Ich versuche es nur immer wieder.
Fakt ist:
Nach all der Zeit darf es weniger sein.
Weniger - und dafür tiefer.
Qualität vor Output. Freude vor Ergebnis liefern. Nicht noch tausendmal an etwas herum schrauben. Nicht permanent optimieren. Nicht der nächsten Idee direkt hinterherjagen.
Weniger tun - und dafür gezielter. Und Raum lassen für anderes: meinen Nordstern pflegen, mehr lesen, genießen, mir mehr Freiheit gönnen.
Wahrscheinlich werde ich am Ende dieses Jahres immer noch viel getan haben - aber mit mehr Leichtigkeit.
Vertrauen darauf, dass es reicht
Mit der Erlaubnis, weniger zu tun, kommt unweigerlich die Frage:
Reicht das denn dann auch?
Wer - so wie ich - viel leistet, kennt das: Diese Angst, dass es nicht genug ist. Dass es nie genug ist.
Wir denken, es kann nur funktionieren, wenn wir bis zur Erschöpfung arbeiten. Dass wir immer das Maximum geben müssen, um so etwas wie Kontrolle oder Sicherheit zu erlangen. Dazu kommt noch der Ehrgeiz. Als müsste man sich ständig beweisen. Wer verlangt das eigentlich?
Wenn ich weniger mache, wird es nicht funktionieren - so lautet ein tief sitzender Gedanke. Oft sind das Überlebensmechanismen aus unseren Familien und fest verankerte Glaubenssätze.
Ehrlich gesagt: Ich gebe mir die Erlaubnis zu erfahren, dass es reicht. Ich spüre, dass das trägt. Diesen immensen Anspruch an mich darf ich wirklich loslassen.
Viel Output führt nicht automatisch zu Ergebnissen, mit denen ich zufrieden bin - das hat mich das Arbeiten und Bloggen in 2025 gelehrt. Ich will wieder tiefer aus mir heraus schreiben und schöpfen. Und das braucht Zeit.
Langsamer und tiefer arbeiten - daraus entsteht für mich Stimmigkeit und Zufriedenheit. Diese Zeit gebe ich mir in 2026. Es ist genug. Was ich tue - und auch, was ich nicht tue - es wird genug sein.
Mich überraschen lassen, fließen und schöpfen
Ich möchte mich von 2026 überraschen lassen - indem ich es nicht plane.
Das entspricht ohnehin viel mehr meiner Strategie als Manifestierender Generator: auf das Leben antworten.
Ich will in Resonanz mit dem Leben gehen. Das kann ich nur, wenn ich kein fixes Bild im Kopf habe, wie etwas laufen soll.
Fließen und schöpfen - mit einem Boot auf den Wellen des Lebens treiben, mich in eine Richtung führen lassen und daraus kreiieren.
Raum lassen für Neues.
Raum haben für Verbundenheit und Verbindung.
In das Leben eingebunden sein.
In die Dinge hinein lauschen,
bewusster wahrnehmen,
offen sein für Erfahrungen.
Das wünsche ich mir. So soll es sein.
Den Seelenguide-Raum pflegen
Mein Business denke ich schon lange in Räumen.
Ende 2025 habe ich jedoch noch bewusster begonnen, Seelenguide als Raum zu gestalten:
ein Raum für Geborgenheit,
für das Ich,
für Ruhe.
Dinge, die mir wichtig sind und die hier präsent sein wollen.
Mir ist in diesem Zusammenhang klar geworden:
Seelenguide ist
nicht nur ein Raum für andere
sondern auch ein Raum für mich
Ein Raum, der nichts muss.
Ein Raum, der Langsamkeit braucht.
Ein Raum zum Atmen.
Diesen Raum – mein Sanctum Vitae – werde ich in 2026 pflegen.
Und bewohnen.
Mein 2026
Weniger tun. Mehr sein. Verbindung leben.
Bildquelle: Titelbild erstellt mit Canva (Pro)
